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Kitchen Stories

Fehler machen erlaubt

… denn „aus Fehlern entstehen die besten Geschichten“, sagt Melanie Amélie Opalka. Sie nennt sich eine „Expertin im Feiern von Fehlern“ und hat mich in ihren Podcast Schreibfehler eingeladen.

Und selbst wenn ich seit dem Herbst 2025 Wie alles begann jeden meiner Küchen-Fauxpas nur als kreative Erweiterung von Geschmacksmöglichkeiten betrachte, hab ich doch in vergangenen Lebenskapiteln schon so einiges versemmelt. Und so schnacken die Frau mit der fröhlichen sympathischen Stimme und ich darüber:

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Kitchen Stories

Meine liebste Konserve

Auf dem Tisch liegen Tomaten, Zwiebeln, Pilze, Salat. Da stehen Mais, Jalapenos, saure Gurken – in Gläsern und Dosen. Drei Gerichte wollen wir kochen. Es darf einfach und günstig sein – „so ein bisschen Studentenfuttermäßig“ – begrüßt mich Laura herzlich.

Na das passt. Denn hier im Grindelviertel in Hamburg fühl ich mich sofort in meine eigene Studi-Zeit versetzt. Gegenüber auf dem Campus hab ich Wirtschaft studiert. 1991 – Himmel, ist das lange her.

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Kitchen Stories

Lass uns aus Scheiße Dünger machen

Ich habe Rheuma.

Das ist Mist. Der kleiner Bruder von Scheiße.

Aber Fakt.

Viele haben es.

Rheuma ist ein großer Sack an Dingen, die die Welt nicht braucht. Mediziner sagen, dass es mehr als 200 bis 400 unterschiedliche Krankheiten gibt, die damit verbunden werden. Es kommt aus dem Griechischen und bedeutet ziehender reißender Schmerz.

Stimmt.

Bei manchen sind „nur“ die Hände betroffen. Für mich bedeutet das manchen Tagen:

  • Beim Flaschenöffnen oder Brotschneiden bin ich froh, dass ich kein Single bin.
  • Schreiben auf der Tastatur geht noch. Stift nicht mehr.
  • Meinen geliebten schweren Pfannen und Töpfe nachzutrauern.
  • mit einer Müdigkeit zu leben, die sich einfach nicht wegschlafen lässt.

Vielen merkt es niemand an.

So wie mir.

Schulmedizin. Ja. Und …

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Kitchen Stories

Mach’s einfach

Was mich meine Brot-Experimente in diesem Jahr gelehrt haben

Anfang 2025 bin ich auf die Idee gekommen, mein eigenes Brot zu backen. Industrie- oder Bäckereiketten-Brot wird in den letzten Jahren immer gruseliger, und so wunderbare Brotgenüsse wie die der Backgeschwister gönnt man sich ja nicht jeden Tag.

Gut, dass ich eine Bäckerfreundin in meinem Umfeld habe. Ich habe Stefanie so viele Löcher in den Bauch gefragt, wie sie die Krume eines luftigen Weizenbrotes haben soll. Sie hat mir sogar einen Sauerteigstarter geschenkt, wie ihn die Profis in ihrer Backstube nutzen.

Einmal alles richtig machen

Dazu hab ich ein paar Wochen lang alles gelesen, was mir zum Brotbacken – es ist eine Wissenschaft! – unter die Finger kam. Ich habe sorgfältig abgemessen und gewogen, peinlichst genau Gärzeiten eingehalten. Habe versucht, jede kritische Temperatur hinzubekommen. Bloß nicht zu kalt, dann geht der Sauerteig nicht auf. Ein paar Grad zu heiß: Hefe tot. Kurz: ich hab getan, was ich bis dahin (in meinem Leben) immer getan hatte: Planen, Strukturieren, ich wollte alles RICHTIG machen – die sichere Nummer.

Ich habe mir wirklich Mühe gegeben.

Was kam raus?

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Filme

„Kochen heißt Liebe schenken“

Nach einem verregneten Wochenende gibt es am Sonntagabend keinen besseren Platz als die Küche. Oder die Couch mit einem Film, der verspricht, nicht so anstrengend zu werden. Deshalb netflixen wir den brasilianischen Film „Caramelo“.

Eine Rezensentin auf filmstarts.de schreibt:

„Caramelo ist kein Film – es ist ein Gefühl. Eine stille, aber tief bewegende Ode an das Leben, an Freundschaft und die heilende Kraft eines treuen Hundes.“

Na dann…

Die Geschichte ist nicht neu. Doch mit einem Film über einen jungen, ehrgeizigen Koch, der davon träumt, ein erfolgreiches Restaurant zu führen, kriegste mich immer. Klar ist: das wird keine rasante Fahrt auf der Überholspur. Caramelo heißt auch nicht der Koch, sondern der charmante vierbeinige Streuner mit dem goldbraunen Fell, den Pedro (das ist der Koch) adoptiert. Zunächst widerwillig.